Die Mitgliederbindung an das Fitnessstudio verbessern: Wie kann ich Neumitgliedern helfen, gute Vorsätze durchzuhalten?

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Im Januar schnellt traditionsgemäß die Zahl der Neuanmeldungen in Fitnessstudios in die Höhe. Rund 30% mehr Neumitglieder als in jedem anderen Monat des Jahres schließen im Januar einen Vertrag ab. Grund dafür sind die guten Vorsätze, die spätestens in der Silvesternacht getroffen werden. Doch bereits nach 6-8 Wochen pendelt sich der Betrieb im Studio wieder auf das ganz normale Maß ein - der Motivationsschub zum Jahresbeginn ist vorbei, der innere Schweinehund gewinnt bei mehr als 80% der Fitness-Neueinsteiger, der Vertrag läuft schlussendlich größtenteils ungenutzt aus und wird nicht wieder erneuert. Nur aktive Mitglieder bleiben dem Studio als Kunden erhalten - Tipps, wie du als Studiobetreiber deine Neumitglieder beim Durchhalten unterstützt und so neue Stammkunden generierst haben wir hier für dich zusammengefasst.

Mitgliederbindung an das Fitnessstudio verbessern


Die Anamnese als Grundstein für langanhaltende Motivation


Je besser du deine Kunden verstehst, um so eher kannst du sie dabei unterstützen, ihre Trainingsziele zu erreichen. Hier ist bereits der erste Punkt, an dem du ansetzen kannst. “Ich will was für meine Gesundheit tun und ein bisschen abspecken!” dürfte zu den häufigsten Trainingszielen von Neumitgliedern überhaupt zählen. Hilf deinen Mitgliedern dabei, ihre Ziele nach dem SMART-Prinzip zu formulieren:

SMART steht für “Spezifisch, Messbar, Aktivierend, Realistisch und Terminiert”, Ziele die mit dieser Faustformel formuliert werden sind deutlich leichter zu erreichen, als der schwammige Wunsch nach mehr Gesundheit und Abnehmen. Was genau wollen deine Mitglieder erreichen? Wie viel Gewicht soll verloren werden? Bis wann? Geht es wirklich um die Zahl auf der Waage, oder ist das eigentliche Ziel ein strafferer, trainierter Körper? Welche gesundheitlichen Probleme sollen durch den Besuch des Studios verbessert werden?

So kannst du gemeinsam mit deinen Mitglieder passende Trainingspläne erarbeiten. Durch relativ leicht erreichbare, messbare Zwischenziele kannst du der Motivation deiner Mitglieder auch zwischendurch immer wieder einen Boost verpassen. Die 15kg erscheinen nach ein paar Wochen schier unerreichbar - aber die 2kg nach den ersten 8 Wochen im Studio sind leicht erzielt. 


Activation Triggers helfen beim Durchhalten


Activation Triggers sind - vereinfacht gesagt - der metaphorische “Tritt in den Hintern”. Es sind Sätze und Handlungen, die das gewünschte Verhalten auslösen. So könnte ein Trainierender, der Montag, Mittwoch und Samstag ins Fitnessstudio gehen möchte beispielsweise bereits am Vorabend die Sporttasche packen. Das Packen der Sporttasche dient dann als Activation Trigger. Viele dieser Trigger müssen natürlich vom Trainierenden selbst gesetzt werden. Bei der Optimierung der Trigger kann das Studio aber durchaus helfen. Eine Erinnerung an die gebuchte Trainierstunde per Mail oder App oder eine personalisierte, wöchentliche Trainingszusammenfassung, eine Vorschau auf die Trainingspläne des kommenden Trainingstages können als motivierende Hilfen für deine Mitglieder dienen. 



Zielgruppenspezifische Kundenansprache: Sensibel auf übergewichtige Mitglieder eingehen


Bonussysteme boosten die Motivation


Durch das Etablieren von Bonussystemen in deinem Studio hast du als Studiobetreiber gleich mehrere Vorteile: Du animierst deine Mitglieder, Zusatzleistungen zu buchen und kannst mit Hilfe von attraktiven Prämien beim Erreichen bestimmter Ziele die Motivation deiner Kunden richtig boosten. In der Gestaltung deiner Bonussysteme bist du sehr frei und kannst sie ideal an deine Mitglieder anpassen. Dabei steht es dir frei, individuell erreichte Ziele mit einem Bonus auszuzeichnen oder gebuchte Zusatzleistungen zu rabattieren. Pro abgenommen Kilo könnten deine Mitglieder beispielsweise Prämienpunkte sammeln, mit denen sie schlussendlich bestimmte Zusatzleistungen erhalten können - ein Handtuch mit dem Logo deines Studios oder ein Gratis-Besuch der Sauna in deinem Studio sind nur zwei von unendlich vielen Möglichkeiten. Oder du bietest verschiedene Zusatzleistungen bei regelmäßiger Nutzung vergünstigt an: Bei der Buchung mit festem Termin von 5 Trainerstunden wirde jede Stunde etwas günstiger, als beim Ausmachen von nur einem Termin. 


Buddy-Systeme helfen beim Dranbleiben


Wer mit einem Partner oder in einer Gruppe trainiert, hat es leichter, dran zu bleiben. Das ist schon lange bekannt und auch wissenschaftlich gut untersucht. In unserer schnelllebigen Zeit kommen soziale Kontakte aber bei vielen Menschen stetig zu kurz. Mit einem Buddy-System bringst du Mitglieder mit ähnlichen Zielen zusammen. Idealerweise kommen auf diese Weise erfahrene Trainierende mit Neulingen in Kontakt. Mit dem Beispiel, dass das eigene Ziel erreichbar ist, weil der Trainingspartner es ja bereits erreicht hat, vor Augen ist es deutlich leichter, motiviert zu bleiben und seine Ziele zu verfolgen. Für die erfahrenen Trainierenden kannst du verschiedene Benefits anbieten und so dein Buddy-System effizient im Studio etablieren


Fazit


Um deine Neumitglieder zu aktiven, regelmäßig trainierenden Nutzern deines Studios zu machen und so die Mitgliederbindung an dein Studio zu stärken musst du vor allen Dingen die Motivation deiner Mitglieder boosten. Nach 12-16 Wochen wird ein neuer Ablauf zur Routine, die dann relativ automatisch eingehalten wird. Gleichzeitig springen die meisten Neumitglieder aber bereits nach 8-10 Wochen wieder ab - auch wenn die Mitgliedschaft länger vereinbart wurde. Daher ist es besonders wichtig, Neumitgliedern in dieser Phase beizustehen und die Motivation über die kritische Zeit zu erhalten. So gewinnst du neue Stammkunden mit einer hohen Bindung an dein Studio

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Redaktion fitnessmarkt.de (DG)

Bildnachweis: #180471971 Prostock-studio / stock.adobe.com

Veröffentlicht am: 10. Januar 2020

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