Testen, testen, testen - Was sind die Unterschiede, zwischen Corona-Schnelltest, Selbsttest und PCR-Test

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Spätestens mit dem Verkauf von Corona-Tests durch einen bekannten Discount-Markt sind sie in aller Munde: Corona-Tests. Trotz harter Maßnahmen konnte die Zahl der Neuinfektionen mit dem Sars-CoV-2 Virus nur kurzfristig etwas zurück gedrängt werden - niedrige Werte wie im Sommer lagen die komplette Zeit in weiter Ferne. Dennoch haben sich die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten auf Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie geeinigt. Grundlage dafür soll eine Teststrategie und die Beschleunigung der Impfungen bilden. Viele der neuen Corona-Tests müssen nicht mehr extra in einem Labor ausgewertet werden, sondern bieten dem Anwender sofort ein Ergebnis. Welche Unterschiede es zwischen Schnelltests, Selbsttests und dem PCR-Test gibt, erfährst du bei uns!


Corona-Test: Unterschiede Selbsttest, Schnelltest, PCR-Test

Corona-Schnelltests


Pro Woche soll jeder Bürger in Deutschland Zugang zu einem kostenlosen Schnelltest bekommen. Der Schnelltest darf nicht durch Laien durchgeführt werden. Der benötigte Abstrich aus dem Nasen- bzw. Rachenraum wird durch geschultes Personal in Apotheken, Testzentren oder Arztpraxen genommen. Die Probe wird anschließend auf einen Teststreifen aufgetragen. Dieser Teststreifen funktioniert im Grunde wie ein Schwangerschaftstest. Es handelt sich um einen sogenannten ELISA-Test, das steht für Enzyme Linked Immuno Sorbent Assay. Auf dem Teststreifen sind entsprechende Bindungsstellen für das Antigen - also Teile des Virus selbst angebracht. Binden virale Proteine (bei einem Antigen-Assay) an diese Bindungsstellen, verfärbt sich der Teststreifen. Eine einzelne Linie zeigt an, dass das Testverfahren erfolgreich war, zwei Linien zeigen das Vorhandensein des Virus im Körper. Der Test ist positiv. 


Ist das Testergebnis positiv, wird ein zweiter Test, ein PCR durchgeführt, um das Ergebnis zu bestätigen. Das durchführende, medizinische Fachpersonal wird den Getesteten außerdem dazu auffordern, sich umgehend in häusliche Quarantäne zu begeben und die Bestätigung des Testergebnis dort abzuwarten. 


Selbsttests


Selbsttests für zu Hause funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie die Schnelltests. Diese Tests zeichnen sich dadurch aus, dass nötige Probe besonders einfach - und damit auch von Laien - entnommen werden kann. Auch diese Tests funktioneren nach dem ELISA-Prinzip. Diese Tests sind außerdem besonders kostengünstig und schlagen pro Test nur mit etwa 2 - 10 Euro Rechnung. Die Selbsttests bieten in konkreten Alltagssituationen Hilfe und können mehr Sicherheit bieten, wenn etwa Angehörige besucht werden sollen. 


Ebenso wie Schnelltests zeigen natürlich auch die Selbsttests nur eine Momentaufnahme. Im Vergleich zum PCR-Test sind sowohl Schnell- als auch Selbsttests etwas weniger sensitiv und zeigen gleichzeitig höhere falsch positive Ergebnisse. Wenn ein Selbsttest ein positives Testergebnis anzeigt, sollte sich der Getestete ebenfalls sofort in häusliche Quarantäne begeben und seinen Hausarzt bzw. das Gesundheitsamt informieren. 

Selbsttests können komplett ohne medizinische Vorkenntnisse durchgeführt werden. Bei einem Schnelltest wird die Probe normalerweise aus dem hinteren Rachenraum entnommen. Das ist zwar etwas unangenehm und auch koordinativ deutlich schwieriger, dafür ist das Ergebnis des Schnelltests zuverlässiger als das eines Selbsttests. 


Beim Selbsttest wird die Probe im vorderen Nasenraum, aus dem Bereich der Naseninnenwand entnommen. 


Sowohl bei einem Selbst- wie bei einem Schnelltest müssen positive Testergebnisse durch einen PCR-Test überprüft werden. Und auch im Fall eines negativen Testergebnisses müssen die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln natürlich eingehalten werden. 


PCR-Test


Die Probenentnahme für den PCR-Test wird ausschließlich von Fachpersonal in Testzentren oder niedergelassene Ärzte durchgeführt. Die Probe wird anschließend an ein Labor versendet. Dort wird eine quantitative Real-Time PCR durchgeführt. Dieses Verfahren ist extrem sensitiv und liefert belastbare, sehr, sehr sichere Ergebnisse. Die Gefahr eines falsch positiven Ergebnisses ist extrem gering. Auch falsch-negative Ergebnisse sind nur in extrem seltenen Fällen möglich. Der PCR-Test muss nicht selbst bezahlt werden, es handelt sich um eine Kassenleistung. In Deutschland werden nur Fälle, bei denen das Corona-Virus mittels des PCR-Tests nachgewiesen wurde an das RKI übermittelt und fließen in die Zahl der Neuinfektionen pro Tag ein. 


Fazit


Selbsttests können in konkreten Alltagssituationen eine große Erleichterung darstellen. Die Tests bieten - bei korrekter Anwendung - eine gute Einschätzung, ob eine Corona-Infektion vorliegen könnte. So können Angehörige, Ladengeschäfte oder das Fitnessstudio mit dem sicheren Gefühl besucht werden, nicht zur Verbreitung der Pandemie beizutragen. Die Tests bieten allerdings nur eine Momentaufnahme und müßen daher regelmäßig wiederholt werden. 

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Redaktion fitnessmarkt.de (DG)

Bildnachweis: #402186893 Prostock-studio / stock.adobe.com

Veröffentlicht am: 15. März 2021

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