TOP five Fitnessgeräte neu und gebraucht kaufen und verkaufen
five baut Beweglichkeitsgeräte aus Holz und Leder. Im Studio stehen sie als eigener Parcours neben Kraft- und Ausdauerbereich – als dritte Säule, wie der Hersteller es nennt. Die Idee dahinter: der Körper wird an den Geräten gezielt in die Richtungen gedehnt und belastet, die ihm der Alltag abgewöhnt hat. Gefertigt wird in Hüfingen im Schwarzwald, die Geräte gibt es in mehreren Holzarten und zehn Lederfarben, damit sie zum Studiodesign passen.
Wie viel Fläche welcher Zirkel kostet
Der Platzbedarf ist bei five die erste Frage, nicht die letzte. Die beiden Eckpunkte des Sortiments, maßstäblich gegenübergestellt:
Die drei Konfigurationen
| Konfiguration | Umfang | Fläche | Was drinsteckt |
|---|---|---|---|
| five-All in one | 1 Gerät | 4 m² | Bis zu 12 Übungen an einem Gerät: Chest, Hip, Stand, Back, Lateral, Adductor, Raupengang, Kniestand, Spagat, Ischio, Glut sowie Brust- und Schultergürtel. Zubehör wie Schlitten, Stein und Bänder macht die Übungen möglich. |
| m5-Zirkel | 5 Geräte | Herstellerangabe fehlt | Lateral, Stand, Chest, Glut und Ischio, vereinfachte Bauweise, Training im Stehen – die Schuhe bleiben an. Gedacht als Einstieg oder als Entlastung für einen gut besuchten Basic-Parcours. |
| 6er-Parcours | 6 Geräte | 14 bis 24 m² | Fünf Basic-Geräte aus elf plus ein Faszien-Gerät aus sieben. Beispielauswahl des Herstellers: Chest, Hip, Ischio, Glut, Spagat und dazu Feet oder Faszienstimulator. |
Das Basic-Sortiment umfasst elf Geräte, das Faszien-Sortiment sieben. Zu den Faszien-Geräten gehören unter anderem five-Feet für die Füße, der Faszienstimulator, die five-Triggerwand und die five-Triggerbank. Alle Geräte gibt es in mehreren Holzarten und zehn Lederfarben, frei kombinierbar.
Was hinter dem Konzept steckt – und was davon belegt ist
Das five-Training geht auf die Biokinematik zurück, ein Bewegungskonzept des Allgemeinmediziners Dr. Walter Packi. Dessen Grundgedanke: Schmerz entsteht häufig aus verkürzten, einseitig belasteten Muskelketten, und Bewegungen, die als Schmerzauslöser gelten, können Teil der Lösung sein. Die Geräte setzen das um, indem sie den Körper in die Gegenrichtung seiner Alltagshaltung bringen.
Dazu gehört eine ehrliche Einordnung. Biokinematik ist ein eigenständiges Bewegungskonzept, keine schulmedizinisch etablierte Lehre, und five-Geräte sind keine Medizinprodukte. Der Hersteller schreibt selbst, das Training lasse sich bei bestehenden Problematiken – akut wie chronisch – und präventiv einsetzen; das ist seine Aussage, keine klinisch gesicherte Wirkung. Behauptungen wie gestrafftes Bindegewebe oder messbar gesteigerte Durchblutung lassen sich nicht belegen und stehen deshalb nicht mehr auf dieser Seite. Was sich seriös sagen lässt: Beweglichkeitstraining ist eine sinnvolle Ergänzung zu Kraft und Ausdauer, und ein eigener Parcours macht es im Studioalltag sichtbar und planbar. Bei anhaltenden Beschwerden ersetzt er keine ärztliche Abklärung.
Wo die Grenzen liegen
- Keine Listenpreise. Alle Angebote laufen über „Preis auf Anfrage“, weil Holzart, Lederfarbe und Zusammenstellung den Preis bestimmen. Einen Anhaltspunkt gibt das Leasing: Der Hersteller nennt für das All-in-one ab 244 € im Monat.
- Das Konzept kommt nicht ohne Schulung. Zu den Paketen gehören five-Schulungen und ein Kick-off. Ohne eingewiesene Trainer stehen die Geräte herum – das ist bei Konzeptmarken der häufigste Grund, warum ein Bereich nicht läuft.
- Gebrauchtmarkt ist dünn. Alle fünf aktuellen Angebote sind Neuware direkt vom Hersteller aus Hüfingen. Gebrauchte five-Geräte tauchen auf, wenn Studios schließen oder umbauen – planbar ist das nicht.
- Holz und Leder sind pflegeintensiver als Stahl und Kunstleder. Vor allem aggressive Flächendesinfektion setzt dem Leder zu. Das gehört in die Reinigungsanweisung, bevor das erste Mittel im Studio steht.
- Gewicht nicht unterschätzen. Das All-in-one wiegt 226 kg. Transport, Aufzug und Bodenbelastung gehören in die Planung, besonders im Obergeschoss.
- Das All-in-one ist eine Station, kein Zirkel. Zwölf Übungen an einem Gerät heißt: eine Person zur Zeit. Für Gruppen oder Stationsbetrieb brauchst du den Parcours.
Worauf du beim Gebrauchtkauf achtest
- Holz von unten und an den Kanten prüfen. Oben sieht fast jedes Gerät gut aus. Risse entstehen an Verschraubungen und Auflagepunkten, Feuchtigkeitsschäden an den Standfüßen.
- Leder an den Knickstellen. Dort reibt es, und dort zeigen sich Risse und Ausbleichungen durch Desinfektionsmittel zuerst. Neubezug ist möglich, kostet aber.
- Verstellmechanik unter Last testen. Nicht nur leer durchschieben, sondern mit dem eigenen Körpergewicht – ausgeschlagene Rasten fällt sonst nicht auf.
- Zubehör zählen. Beim All-in-one gehören Schlitten, Stein, Bänder, five-Feet und five-Triggerbank in der kleinen Ausführung sowie der Ständer dazu. Ohne das Zubehör lässt sich ein Großteil der zwölf Übungen nicht ausführen.
- Schulung und Konzeptleistungen separat klären. Marketingmaterial, Trainerschulung und Kick-off hängen am Neukauf, nicht am Gerät. Kläre vorab, was du als Gebrauchtkäufer dazubuchen kannst – das entscheidet, ob der Bereich im Studio funktioniert.
- Transport organisieren, bevor du zusagst. Massivholz in dieser Größenordnung lässt sich nicht mal eben im Transporter mitnehmen.
FAQ
Was ist das five-Konzept überhaupt?
five ist ein Beweglichkeitskonzept aus Geräten und Methodik. Die Geräte bestehen aus Holz und Leder und stehen im Studio als eigener Parcours neben Kraft und Ausdauer. An ihnen wird der Körper gezielt in die Richtungen gedehnt und belastet, die ihm der Alltag abgewöhnt hat. Methodisch geht das auf die Biokinematik zurück, ein Bewegungskonzept des Allgemeinmediziners Dr. Walter Packi. Das Basic-Sortiment umfasst elf Geräte wie Chest, Hip, Ischio, Glut, Spagat, Lateral, Stand, Back und Adductor, dazu kommen sieben Faszien-Geräte, darunter five-Feet, der Faszienstimulator und die five-Triggerwand. Gefertigt wird in Hüfingen im Schwarzwald.
Gehört five zu milon?
Ja. Gegründet hat five Wolf Harwath, nach übereinstimmenden Branchenberichten Anfang der 2000er-Jahre. Seit 2012 arbeiteten five und milon zusammen, zum 1. Januar 2020 hat milon five übernommen. Die Marke wird als eigenständiges Unternehmen innerhalb der milon Group weitergeführt, Sitz ist weiterhin Hüfingen. Praktisch heißt das: Ersatzteile, Schulungen und Marketingmaterial laufen über eine Organisation, die es weiterhin gibt – und five-Parcours und milon-Zirkel lassen sich als ein Konzept planen.
Wie viel Platz braucht ein five-Bereich?
Das hängt an der Konfiguration. Das All-in-one braucht rund 4 m² und bietet darauf bis zu zwölf Übungen – allerdings nacheinander, es ist eine Station für eine Person. Seine Maße sind 2,5 × 1,25 × 1,00 m bei 226 kg, also Transport und Bodenbelastung vorher klären. Ein 6er-Parcours aus fünf Basic-Geräten und einem Faszien-Gerät braucht laut Hersteller 14 bis 24 m², dafür trainieren dort sechs Leute gleichzeitig. Der m5-Zirkel aus fünf vereinfachten Geräten ist für das Training im Stehen gedacht, die Schuhe bleiben an; eine Flächenangabe nennt der Hersteller dafür nicht.
Was kostet ein five-Zirkel?
Der Hersteller nennt keine Listenpreise – alle Angebote laufen über „Preis auf Anfrage“, weil Holzart, Lederfarbe und Zusammenstellung den Preis bestimmen. Einen Anhaltspunkt gibt die Leasingangabe: Für das All-in-one nennt five ab 244 € im Monat. Rechne ein, dass zu den Paketen Schulungen und ein Kick-off gehören – das ist kein Beiwerk, sondern der Teil, der darüber entscheidet, ob der Bereich im Studio angenommen wird.
Was bringt das five-Training – und was nicht?
Beweglichkeitstraining ist eine sinnvolle dritte Säule neben Kraft und Ausdauer, und ein eigener Parcours macht es im Studioalltag sichtbar und planbar. Ehrlich dazu gehört: five-Geräte sind keine Medizinprodukte, und die Biokinematik ist ein eigenständiges Bewegungskonzept, keine schulmedizinisch etablierte Lehre. Der Hersteller schreibt, das Training lasse sich bei bestehenden Problematiken – akut wie chronisch – und präventiv einsetzen; das ist seine Aussage, keine klinisch gesicherte Wirkung. Aussagen über gestrafftes Bindegewebe oder messbar bessere Durchblutung lassen sich nicht belegen. Bei anhaltenden Beschwerden gehört eine ärztliche Abklärung davor, nicht danach.




