Hochwertig gebrauchte Stages Fitnessgeräte kaufen
Stages kommt nicht aus dem Fitnessstudio, sondern vom Rennrad. Die Marke wurde 2009 aufgebaut, trat 2012 öffentlich an und wurde durch ihre Kurbel-Powermeter bekannt, die im Profiradsport eingesetzt werden. Aus dieser Messtechnik entstanden die Indoor-Bikes der SC-Serie, die in Kursräumen und Cycling-Studios stehen. Dann kam 2024, und das ist für jeden, der heute ein Stages-Bike kauft, der wichtigere Teil der Geschichte.
Stages auf einen Blick
Insolvenz, Verkauf, Neustart
Im Frühjahr 2024 wurde es still um Stages: Produkte waren kaum noch zu bekommen, Mitte April schloss die Zentrale, rund 40 Menschen verloren ihre Stellen. Im Juni 2024 beantragte die Muttergesellschaft Foundation Fitness Chapter 11 – gemeldet wurden etwa 20 Millionen US-Dollar besicherte und 12 Millionen unbesicherte Schulden. Im September 2024 genehmigte das Gericht den Verkauf an SPIA Cycling, eine Tochter der Giant Group, für 20,1 Millionen US-Dollar. Giant übernahm damit Marke, Schutzrechte, Produktlinien, Fertigung und Restbestände. Am 24. Juni 2025 startete die Marke wieder, zunächst mit Powermetern.
Die SC-Serie im Vergleich
Drei Modelle, gleiche Grundkonstruktion: Magnetwiderstand, SprintShift-Hebel für den schnellen Wechsel, Gates-Carbon-Riemen statt Kette, gusseisernes Schwungrad mit Gewicht am Rand. Die Unterschiede liegen in Powermeter, Konsole und Verstellung.
| Modell | Powermeter | Konsole | Höhenverstellung | Lenker | Max. Gewicht | Bike |
|---|---|---|---|---|---|---|
| SC1 | optional nachrüstbar | SIC2, vom Schwungrad versorgt | FitLoc an Lenker und Sattel | RhythmBar | 158 kg | 51,5 kg |
| SC2 | optional nachrüstbar | ohne Konsole, SIC2 nicht kompatibel | Pop-Pin mit Drehknopf | RhythmBar | 158 kg | rund 43 kg |
| SC3 | integriertes Stages-Powermeter | SIC2 EcoSCRN im Lieferumfang | FitLoc-Hebelsystem | RoadBar | 158 kg | rund 43 kg |
Das SC1 führt der Hersteller auf seiner deutschen Seite mit 2.179,99 € (Stand Oktober 2026) als Einstiegsmodell und beschreibt es ausdrücklich für Studios, die nicht auf Datenerfassung setzen. Alle drei sind auf 158 kg Nutzergewicht ausgelegt.
Das Powermeter ist der Markenkern
Alles bei Stages dreht sich um Wattmessung. Das SC3 bringt das Powermeter ab Werk mit, bei SC1 und SC2 lässt es sich nachrüsten. Die Daten gehen per Bluetooth und ANT+ an die Konsole oder an externe Systeme – kompatibel sind unter anderem MyZone, Selfloops, Spivi, TrainerRoad, Zwift und Performance IQ. Für ein Studio heißt das: Die Bikes lassen sich in bestehende Kurs- und Auswertungssysteme einbinden, statt eine eigene Insel zu bilden.
Stages Flight und Stages Studio
Zum Markenumfeld gehört die Kurs-Software: Stages Flight, ein virtueller Indoor-Cycling-Kurs, den Stages 2017 von VismoX übernahm, sowie die heute als Stages Studio geführten Group-Exercise-Lösungen. Wie viel von Flight in der alten Form den Eigentümerwechsel überlebt hat, ist öffentlich nicht dokumentiert. Wenn du ein Bike mit der Zusage „inklusive Flight“ angeboten bekommst, frag nach, was genau dabei ist und ob dafür eine aktive Lizenz nötig ist.
Gebraucht kaufen: worauf du achten solltest
- Modell am Lenker erkennen. SC1 und SC2 haben den RhythmBar, das SC3 den RoadBar. Dazu: FitLoc-Hebel bei SC1 und SC3, Pop-Pin mit Drehknopf beim SC2. Damit lässt sich ein Inserat prüfen, auch wenn der Verkäufer das Modell nicht genau kennt.
- Powermeter: dabei oder nicht? Nur das SC3 hat es ab Werk. Bei SC1 und SC2 ist es Zubehör – und der größte Preisfaktor. Lass dir im Betrieb Wattwerte zeigen und prüfe, ob sie bei gleichbleibender Trittfrequenz stabil bleiben.
- Konsole testen. Die SIC2 wird vom Generator am Schwungrad versorgt und braucht keine Batterien. Heißt: Sie muss beim Treten von selbst angehen. Tut sie das nicht oder flackert sie, liegt es meist nicht an der Anzeige.
- Carbon-Riemen und Lager. Der Gates-Carbon-Riemen ist wartungsarm, aber nicht unsterblich. Horch beim Treten auf Knacken und Schleifen, und prüfe das Tretlager auf seitliches Spiel.
- SprintShift durchschalten. Der Hebel muss ohne Nachfassen von null auf maximalen Widerstand und zurück. Ein ausgelutschter Mechanismus ist bei Studiogeräten mit hoher Laufzeit der Klassiker.
- Kaufbeleg mitnehmen, wenn es geht. Der Support läuft über das Rider Support Program und bemisst sich am Originalkaufdatum. Bei einem Gerät aus 2019 hilft dir der Beleg zwar nicht mehr bei der Garantie, aber bei der Identifikation von Baujahr und Ausstattung.
- Transport planen. Die Bikes wiegen rund 43 bis 52 kg und stehen auf etwa 51 × 99 cm. Einzeln machbar, bei einem kompletten Kursraum nicht.
FAQ
Gibt es Stages Cycling noch?
Ja, aber mit Unterbrechung. Im April 2024 stellte Stages den Betrieb ein, im Juni 2024 beantragte die Muttergesellschaft Foundation Fitness Chapter 11. Im September 2024 kaufte SPIA Cycling, eine Tochter der Giant Group, die Assets für 20,1 Millionen US-Dollar – Marke, Schutzrechte, Produktlinien, Fertigung und Restbestände. Am 24. Juni 2025 startete die Marke unter Giant wieder, zunächst mit Powermetern. Indoor-Bikes und Group-Exercise-Lösungen führt der Hersteller inzwischen wieder im Programm.
Gilt die Garantie auf Stages-Geräte noch?
Giant hat die alten Garantien in ein Stages Rider Support Program überführt. Mit Kaufbeleg gibt es Unterstützung für zwei Jahre ab dem ursprünglichen Kaufdatum, also ein Jahr mehr als vorher. Ohne Beleg oder nach Ablauf der Frist bietet der Hersteller Rabatte bei Produktproblemen. Wichtig beim Gebrauchtkauf: Die Frist läuft ab dem Kaufdatum des Erstkäufers, nicht ab deinem.
Was unterscheidet SC1, SC2 und SC3?
Die Grundkonstruktion ist bei allen dreien gleich: Magnetwiderstand, SprintShift-Hebel, Gates-Carbon-Riemen statt Kette, gusseisernes Schwungrad mit Randgewicht, 158 kg zugelassenes Nutzergewicht. Unterschiede: Das SC3 hat das Stages-Powermeter ab Werk und die SIC2-EcoSCRN-Konsole im Lieferumfang, Verstellung über FitLoc-Hebel, dazu den RoadBar-Lenker. Das SC1 hat die SIC2-Konsole und FitLoc, aber das Powermeter nur optional, und den RhythmBar. Das SC2 kommt ohne Konsole (die SIC2 ist dort nicht kompatibel), nutzt einen Pop-Pin mit Drehknopf und ebenfalls den RhythmBar.
Wie wird die Konsole mit Strom versorgt?
Über einen Generator am Schwungrad. Die SIC2-Konsole braucht keine Batterien und kein Netzkabel – sie geht an, sobald getreten wird. Beim Gebrauchtkauf ist das ein guter Test: Wenn die Anzeige beim Treten nicht von selbst startet oder flackert, liegt das Problem meist nicht an der Konsole, sondern an Generator oder Verkabelung.
Worauf solltest du beim gebrauchten Stages-Bike achten?
Bestimme zuerst das Modell am Lenker: RhythmBar bei SC1 und SC2, RoadBar beim SC3; FitLoc-Hebel bei SC1 und SC3, Pop-Pin mit Drehknopf beim SC2. Dann die Frage mit dem größten Preiseffekt: Ist ein Powermeter dabei? Ab Werk hat es nur das SC3. Lass dir im Betrieb Wattwerte zeigen und prüfe, ob sie bei gleichmäßiger Trittfrequenz stabil bleiben. Die Konsole muss beim Treten von selbst angehen. Horch auf Knacken am Carbon-Riemen, prüfe das Tretlager auf Spiel und schalte den SprintShift-Hebel mehrfach von null auf maximalen Widerstand. Und wenn eine Kurs-Software wie Stages Flight zugesagt wird, kläre, was genau dabei ist und ob eine aktive Lizenz nötig ist.
