Gebrauchte und neue Fitnessgeräte von FreeMotion kaufen
FreeMotion – die Kabelzugmarke, die aus einem Designbüro entstand
Die Marke begann 1999 als Ground Zero Design in Colorado Springs – mit einer Idee, die damals neu war: Krafttraining über Seilzüge statt über festgelegte Bewegungsbahnen. Im selben Jahr entstand mit Genesis die erste komplette Kabelzug-Kraftlinie. 2000 übernahm ICON Health & Fitness das Unternehmen und benannte es in FreeMotion Fitness um. Heute gehört die Marke zu iFIT Inc. mit Sitz in Logan, Utah – neben NordicTrack, ProForm und der iFIT-Trainingsplattform.
• Der Hersteller schreibt die Marke heute „Freemotion“ und führt sie als „Freemotion from iFIT“. In Anzeigen findest du beide Schreibweisen – such nach FreeMotion und Freemotion, sonst entgeht dir ein Teil der Angebote.
• Bei Ersatzteil- und Servicefragen zu älteren Geräten ist der richtige Ansprechpartner nicht mehr ICON, sondern iFIT. Das klärt man vor dem Kauf, nicht danach – gerade bei Geräten aus der ICON-Zeit.
Die Entwicklung im Zeitstrahl
Jahresangaben nach der Unternehmenschronik von Freemotion. Zwischenzeitlich kamen 2010 das REFLEX-Laufband mit eigener Federung und 2025 der vernetzte Pilates-Reformer ReformRX dazu.
Das Herzstück: der Dual Cable Cross
Das Gerät, für das die Marke bekannt ist, ist der Dual Cable Cross aus der Genesis-Linie. Zwei unabhängige Gewichtsstapel bedeuten, dass zwei Personen gleichzeitig daran arbeiten können; die Arme drehen unabhängig voneinander und lassen sich in vielen Positionen feststellen. Dadurch entstehen Zug- und Druckmuster in nahezu jeder Ebene – der Grund, warum diese Geräte in Athletik-, Reha- und Personal-Training-Flächen stehen und nicht nur in der Kraftzone.

Angaben nach Herstellerdatenblatt zum Dual Cable Cross. Die Umlenkrollen sind als drehbare Konstruktion ausgeführt, damit das Seil in jeder Armposition sauber läuft – das ist der Punkt, auf den es beim Gebrauchtkauf ankommt, weil genau dort der Verschleiß sitzt.
Die Linien im Überblick
| Linie | Bereich | Einordnung |
|---|---|---|
| GENESIS | Kabelzug | die Ursprungslinie, seit 1999; darin der Dual Cable Cross |
| GENESIS DS | Kabelzug, Doppelstation | seit 2013; zwei Trainingsplätze an einem Gerät |
| EPIC Selectorized | Steckgewicht | geführte Kraftmaschinen für die Studiofläche |
| EPIC Plate Loaded | Hantelscheiben | schwere Maschinen zum Bestücken mit Scheiben |
| FitRig, Racks, Free Weights | Freihantel und funktionell | Rigs, Squat Racks, Bänke, Kurzhanteln |
| 22 Series, Incline Trainer, CoachBike | Cardio | Laufbänder, Steigungstrainer und Bikes mit iFIT-Konsolen |
Die Bauweise beschreibt der Hersteller als schwere gewerbliche Konstruktion; eine konkrete Blechstärke nennt er nicht. Für die Einordnung eines Gebrauchtgeräts ist ohnehin die Modellnummer aussagekräftiger – dazu gleich mehr.
Gebraucht kaufen: worauf es bei FreeMotion ankommt
Bei Kabelzuggeräten liegt der Verschleiß an anderen Stellen als bei geführten Maschinen. Diese Punkte entscheiden:
Seile sind das Verschleißteil Nummer eins: Jedes Seil über den kompletten Zugweg ausziehen und Meter für Meter abtasten. Aufgeplatzte Ummantelung, sichtbare Litzen, Knicke oder Rostspuren heißen: Seil tauschen. Bei 246 cm Zugweg pro Seite und zwei Seiten ist das kein Kleinteil.
Umlenkrollen und Drehlager der Arme: Arme in mehrere Positionen stellen und jeweils ziehen. Das Seil muss in jeder Stellung sauber in der Rolle laufen; Schleifgeräusche oder ein Seil, das über die Kante läuft, deuten auf verschlissene Rollen oder verbogene Arme.
Arretierungen prüfen: Alle vertikalen und horizontalen Raststellungen durchgehen. Ausgeschlagene Rasterungen sind der häufigste Mangel bei viel genutzten Kabelzügen und ein Sicherheitsthema, weil ein Arm unter Last nicht wegrutschen darf.
Modellnummer notieren: Die Nummern beginnen je nach Generation mit F oder G – dieselbe Maschine wird von Händlern etwa als F624 und als G624 geführt. Für Seile, Rollen und Polster ist die genaue Nummer entscheidend, nicht der Produktname.
Gewichtsstapel zählen: Bei den Kabelzügen die Stapel prüfen, bei Plate-Loaded-Geräten die mitgelieferten Scheiben. Fehlende Gewichte sind ein realer Preisfaktor.
Bei Cardio: Konsole und iFIT: Die Cardiogeräte leben von ihrer Konsole. Prüfe, ob sie startet und ob die Funktionen, die du brauchst, ohne laufendes Abo nutzbar sind – das ist bei plattformgebundenen Geräten die entscheidende Frage.
Transport und Deckenhöhe: Kabelzugtürme bauen hoch. Höhe, Demontagemöglichkeit und Zugang zum Aufstellort vorher klären, besonders bei kompletten Geräteparks.
Allgemeine Prüfkriterien stehen im Praxisguide Gebrauchte Kraftgeräte kaufen.
FreeMotion-Geräte verkaufen
Kabelzüge und komplette Geräteparks sind gesucht, weil sie sich flexibel in bestehende Flächen einfügen. Nenne deshalb Linie, Modellnummer (mit F oder G), Baujahr und Stückzahl, gib den Zustand der Seile offen an – wenn sie neu sind, ist das ein starkes Argument – und stelle Fotos von Seilen, Umlenkrollen und Arretierungen ein. Bei Cardiogeräten gehört dazu, welche Konsolengeneration verbaut ist. Wer beide Schreibweisen im Inserat nennt, FreeMotion und Freemotion, wird häufiger gefunden. Inserat aufgeben und Interessenten direkt erreichen – neu und gebraucht auf fitnessmarkt.de.
FAQ
Was unterscheidet FreeMotion-Kabelzüge von klassischen Kraftmaschinen?
Eine geführte Maschine gibt die Bewegungsbahn vor; ein Kabelzug lässt sie offen. Genau das war die Gründungsidee der Marke 1999: Krafttraining über Seilzüge statt über festgelegte Bahnen. Beim Dual Cable Cross lassen sich beide Arme unabhängig drehen und nach Herstellerangaben in 12 vertikalen und 9 horizontalen Positionen feststellen – damit sind Zug- und Druckmuster in fast jeder Ebene möglich, auch rotierend und über Kopf. Dazu kommen zwei unabhängige Gewichtsstapel von je 108,8 kg und ein Zugweg von 246 cm pro Seite. Der Vorteil: eine Maschine deckt viele Übungen ab, und Bewegungen lassen sich an Sportart oder Alltag anpassen. Der Preis dafür: Kabelzüge verlangen mehr Technikverständnis und Einweisung als eine geführte Maschine, weil der Nutzer die Bahn selbst kontrolliert.
Welche FreeMotion-Geräte passen zu Reha und funktioneller Bewegungsförderung?
Die Kabelzüge der Genesis-Linie sind hier das naheliegende Werkzeug, weil sich Zugrichtung, Höhe und Widerstand frei kombinieren lassen – von sehr kleinen Bewegungsamplituden bis zu komplexen Mustern im Stand. Mit zwei unabhängigen Stapeln lässt sich außerdem seitengetrennt arbeiten, was bei einseitigen Einschränkungen praktisch ist. Für dosiertes Einsteigertraining sind die geführten Maschinen der EPIC Selectorized-Linie oft die bessere Wahl, weil sie die Bahn vorgeben und weniger Kontrolle verlangen. Plate-Loaded-Geräte und Rigs sind für Reha-Einsteiger dagegen selten passend. Ein praktischer Hinweis zur Fläche: Kabelzugtürme bauen hoch und brauchen rundum Bewegungsraum – bei niedrigen Räumen vorher messen. Welche Übungen und Belastungen im Einzelfall sinnvoll sind, gehört in therapeutische oder ärztliche Hände.
Woran erkenne ich, welches FreeMotion-Gerät ich vor mir habe?
An der Modellnummer, nicht am Produktnamen. Die Nummern beginnen je nach Generation mit F oder G – dieselbe Maschine wird von Händlern etwa als F624 und als G624 geführt; in Anzeigen tauchen ebenso Nummern wie F501, F504 oder F505 auf. Für Seile, Umlenkrollen und Polster ist genau diese Nummer entscheidend, weil sich die Teile zwischen den Generationen unterscheiden. Lass dir deshalb ein Foto des Typenschilds schicken. Zweiter Punkt: Suche nach beiden Schreibweisen, FreeMotion und Freemotion – der Hersteller schreibt die Marke heute in einem Wort und führt sie als „Freemotion from iFIT“, viele Anzeigen nutzen aber die alte Schreibweise. Und dritter Punkt für die Serviceplanung: Ansprechpartner für ältere Geräte ist heute iFIT, nicht mehr ICON Health & Fitness.
Was bringt die iFIT-Anbindung der Cardiogeräte – und was kostet sie?
Die Cardiogeräte – etwa die 22 Series, die Incline Trainer und das CoachBike – arbeiten mit iFIT-Konsolen: Trainingsinhalte auf Touchscreen, automatische Anpassung von Widerstand und Steigung an das laufende Programm, große Programmbibliothek. iFIT wurde nach Unternehmensangaben ab 2009 in die Konsolen integriert, seit 2024 kommen KI-gestützte Funktionen dazu. Der ehrliche Teil: Das ist eine Plattform, und plattformgebundene Inhalte sind in der Regel abhängig von einem laufenden Zugang. Beim Gebrauchtkauf ist deshalb die entscheidende Frage nicht, ob die Konsole angeht, sondern welche Funktionen ohne Abo nutzbar bleiben und ob das Gerät sich für den gewerblichen Einsatz überhaupt noch anmelden lässt. Kläre das vor dem Kauf direkt beim Hersteller – von dieser Antwort hängt ab, was das Gerät für dich wert ist.
Welche FreeMotion-Geräte eignen sich für Athletik- und Personal Training?
Für Athletiktraining ist der Dual Cable Cross das vielseitigste Gerät im Programm: freie Bewegungsbahn, seitengetrennte Stapel, 246 cm Zugweg pro Seite und Armpositionen von tief bis über Kopf – damit lassen sich Wurf-, Rotations- und Sprintmuster gegen Widerstand abbilden, was mit einer geführten Maschine nicht geht. Der Genesis DS bringt zwei Trainingsplätze in ein Gerät, was auf knapper Fläche und im Zirkel mit Partnern hilft. Ergänzend kommen FitRig, Racks und Freihanteln für Grundübungen und Sprungkraft, bei Cardio die Incline Trainer für Steigungsarbeit. Für Personal Training spricht außerdem ein praktischer Punkt: An einem Kabelzug lässt sich ohne Umbau zwischen Übungen wechseln – bei 50-Minuten-Terminen ist das gewonnene Trainingszeit.





