AquaKinetics Fitnessgeräte gebraucht und neu kaufen
AquaKinetics – Aquacycling aus Teningen
AquaKinetics ist keine Marke für die Trainingsfläche, sondern für das Becken. Die AquaKinetics GmbH sitzt in Teningen am Kaiserstuhl und baut dort seit 2004 Unterwasser-Fahrräder und Aqua-Trainingsgeräte. Bekanntestes Produkt ist der Aquarider, der 2004 auf der INTERBAD in Stuttgart erstmals vorgestellt wurde; die Marke ist seit 2006 beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen. Für das Trainerwesen hat das Unternehmen 2007 gemeinsam mit der sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg eine Ausbildung aufgebaut.
Typische Abnehmer sind Schwimmbäder, Therme- und Hotelbetriebe, Physiopraxen mit Bewegungsbad und Kursanbieter – und inzwischen auch Privatleute mit eigenem Pool. Nach Unternehmensangaben stehen mehrere tausend Aquarider in Becken weltweit, über 1.350 Trainerinnen und Trainer wurden in Aquacycling und Aqua Jumping ausgebildet.
Die Entwicklung der Marke
Quelle: Unternehmenschronik der AquaKinetics GmbH. Das 2008 patentierte Unterwasser-Ergometer mit Wattmessung ist dabei der Punkt, an dem aus einem Kursgerät ein messbares Trainingsgerät wurde – relevant für alle, die Trainingssteuerung oder Therapiedokumentation brauchen.
Die Modellfamilie einordnen
| Modell | Gedacht für | Was du wissen solltest |
|---|---|---|
| Aquarider Professional (AP2, AP3, AP4) | Kursbetrieb im öffentlichen Bad | Die älteren Profi-Generationen. Sie tauchen am häufigsten gebraucht auf, weil Bäder ihren Fuhrpark komplett erneuern |
| Aquarider 500 | Therapie und Reha | 2012 mit besonders tiefem Einstieg vorgestellt, damit Patientinnen und Patienten leichter aufsteigen können |
| Aquarider plus und 6.0 | kleinere Becken, Hotels, Privatpools | Die 6.0 ist die sechste Generation und ausdrücklich auch für Privatkunden gedacht |
| Aquarider maxi und BLACK EDITION | Premium-Kursbetrieb | Die Oberklasse des Programms; für die maxi gibt es beim Hersteller auch ein Soundsystem als Zubehör |
| AquaJumper und AquaJumper plus | Aqua Jumping im Kurs | 2013 eingeführtes Unterwassertrampolin. Hier ist das Sprungtuch das Verschleißteil, nicht der Rahmen |
Zubehör und Verschleißteile führt der Hersteller selbst, unter anderem Bremsplatten, Klemm-Arretierbolzen, Spezialfett für die Gewinde, Flaschenhalter, einen Bambini-Sattel und die Nordic-Aqua-Sports-Griffe. Das ist beim Gebrauchtkauf eine gute Nachricht: Die typischen Verschleißteile sind einzeln nachbestellbar, und der Hersteller sitzt in Deutschland. Nebenbei verkauft AquaKinetics auch selbst gebrauchte Geräte – ein Preisvergleich lohnt sich also, bevor du ein Angebot annimmst.
Gebrauchte Aqua-Geräte prüfen: Chlorwasser ist der Gegner
Bei Aqua-Geräten gilt eine andere Prüflogik als bei Landgeräten:
Korrosion an Verbindungen. Sieh dir nicht die Rohroberfläche an, sondern die Stellen, an denen Teile aufeinandertreffen – Schweißnähte, Gewinde, Verstellbolzen und Aufnahmen. Dort setzt sich Chlorwasser fest.
Verstellung. Sattel, Lenker und Tretkurbeln müssen sich im nassen Zustand ohne Werkzeug bewegen lassen. Festsitzende Klemmbolzen sind ein häufiger Mangel und als Ersatzteil lieferbar, kosten aber Zeit.
Bremse beziehungsweise Widerstand. Bremsplatten sind Verschleißteile und werden vom Hersteller einzeln angeboten. Prüfe, ob sich der Widerstand über den ganzen Weg gleichmäßig verändert.
Tretlager und Lager allgemein. Einmal langsam durchdrehen und auf Rauheit und Spiel achten – im Wasser hört man nichts, fühlen lässt sich der Verschleiß trotzdem.
Wattmessung nur, wenn vorhanden. Nicht jedes Modell hat Elektronik an Bord. Frage konkret nach, ob eine Leistungsanzeige dabei ist und ob sie funktioniert – ein Aquarider Professional der ersten Generationen ist rein mechanisch.
Beim AquaJumper das Sprungtuch. Netz und Randbefestigung entscheiden, nicht der Rahmen.
Frage außerdem, in welchem Wasser die Geräte gestanden haben. Sole- und Thermalbecken beanspruchen Material stärker als ein normal gechlortes Sportbecken, und Geräte, die dauerhaft im Wasser blieben, haben eine andere Geschichte als solche, die nach jedem Kurs herausgehoben wurden.
Was Aquatraining leistet – und was du nicht versprechen solltest
Der Nutzen von Training im Wasser liegt im Auftrieb: Das Körpergewicht lastet weniger auf Gelenken und Bandscheiben, während der Wasserwiderstand die Bewegung bremst. Deshalb ist Aquacycling für Menschen mit Gelenkbeschwerden, für Übergewichtige und für Wiedereinsteiger attraktiv – und deshalb funktioniert es als Kursangebot, das Zielgruppen erreicht, die auf der Trainingsfläche nicht auftauchen.
Zwei Dinge solltest du dabei nicht behaupten. Erstens Zahlen zum Kalorienverbrauch: Für die verbreitete Aussage, Aquatraining verbrenne ein Mehrfaches gegenüber Landtraining, gibt es keine belastbare, allgemein übertragbare Grundlage – der Verbrauch hängt an Intensität, Wassertemperatur und Person. Zweitens Therapie- und Abrechnungsversprechen: Ob ein Kurs von einer gesetzlichen Krankenkasse bezuschusst wird, entscheidet die Zertifizierung des Kurses nach dem Leitfaden Prävention und die jeweilige Kasse, nicht das eingesetzte Gerät. Und ob ein Training bei einer konkreten Erkrankung angezeigt ist, gehört in die fachliche Beurteilung – aus dem Gerät folgt keine Indikation.
Die aktuellen AquaKinetics-Angebote siehst du oben auf dieser Seite. Eigene Geräte kannst du hier als Inserat einstellen – bei Aqua-Geräten gehören Modellbezeichnung, Baujahr, Beckenart und der Zustand von Bremsplatten und Verstellbolzen in die Beschreibung.
FAQ
Wer ist AquaKinetics?
Die AquaKinetics GmbH mit Sitz in Teningen am Kaiserstuhl baut seit 2004 Unterwasser-Fahrräder und Aqua-Trainingsgeräte. Bekanntestes Produkt ist der Aquarider, 2004 erstmals auf der INTERBAD in Stuttgart vorgestellt und seit 2006 als Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen. 2007 hat das Unternehmen gemeinsam mit der sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg eine Trainerausbildung aufgebaut, 2008 ein Unterwasser-Ergometer mit Wattmessung patentieren lassen. Nach Unternehmensangaben stehen mehrere tausend Aquarider in Becken weltweit und über 1.350 Trainerinnen und Trainer wurden ausgebildet.
Welche Modelle gibt es?
Bei den Unterwasser-Fahrrädern reicht das Programm vom Aquarider Professional in den Generationen AP2 bis AP4 für den Kursbetrieb über den Aquarider 500 mit besonders tiefem Einstieg für Therapie und Reha bis zu Aquarider plus und Aquarider 6.0 für kleinere Becken, Hotels und Privatpools. Die Oberklasse bilden Aquarider maxi und BLACK EDITION, für die maxi gibt es auch ein Soundsystem. Dazu kommt der 2013 eingeführte AquaJumper, ein Unterwassertrampolin, in den Varianten AquaJumper und AquaJumper plus. Zubehör und Verschleißteile wie Bremsplatten, Klemm-Arretierbolzen, Spezialfett, Flaschenhalter, Bambini-Sattel und die Nordic-Aqua-Sports-Griffe führt der Hersteller selbst.
Was bringt Training im Wasser gegenüber Training an Land?
Der entscheidende Unterschied ist der Auftrieb: Das Körpergewicht lastet weniger auf Gelenken und Bandscheiben, während der Wasserwiderstand die Bewegung bremst. Das macht Aquacycling für Menschen mit Gelenkbeschwerden, für Übergewichtige und für Wiedereinsteiger attraktiv – und als Kursangebot erreicht es Zielgruppen, die auf der Trainingsfläche nicht auftauchen. Zahlen zum Kalorienverbrauch solltest du dagegen nicht versprechen: Für die verbreitete Aussage, Aquatraining verbrenne ein Mehrfaches gegenüber Landtraining, gibt es keine belastbare, allgemein übertragbare Grundlage. Der Verbrauch hängt an Intensität, Wassertemperatur und Person.
Kann ich die Geräte in Therapie und Prävention einsetzen?
Der Aquarider 500 wurde ausdrücklich mit tiefem Einstieg für Patientinnen und Patienten entwickelt, und das patentierte Ergometer mit Wattmessung erlaubt eine dokumentierbare Belastungssteuerung – beides spricht für den Einsatz in Praxen mit Bewegungsbad. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Ob ein Training bei einer konkreten Erkrankung angezeigt ist, entscheidet die fachliche Beurteilung im Einzelfall; aus dem Gerät folgt keine Indikation. Und ob ein Kurs von einer gesetzlichen Krankenkasse bezuschusst wird, hängt an der Zertifizierung des Kurses nach dem Leitfaden Prävention und an der jeweiligen Kasse, nicht am eingesetzten Gerät. Kläre das vorab mit der Kasse, wenn du damit kalkulierst.
Worauf achte ich beim Gebrauchtkauf?
Bei Aqua-Geräten ist Chlorwasser der Gegner, und es greift nicht die Rohroberfläche an, sondern die Verbindungen. Prüfe Schweißnähte, Gewinde, Verstellbolzen und Aufnahmen. Sattel, Lenker und Kurbeln müssen sich nass ohne Werkzeug verstellen lassen – festsitzende Klemmbolzen sind ein häufiger Mangel, aber als Ersatzteil lieferbar. Bremsplatten sind Verschleißteile; achte darauf, dass sich der Widerstand gleichmäßig über den ganzen Weg verändert. Dreh das Tretlager langsam durch und fühle auf Rauheit und Spiel. Eine Leistungsanzeige hat nicht jedes Modell, frag also konkret nach. Beim AquaJumper entscheidet das Sprungtuch, nicht der Rahmen. Und frage, in welchem Wasser die Geräte standen: Sole- und Thermalbecken beanspruchen Material stärker als ein normal gechlortes Sportbecken.
