XBody gebraucht oder neu kaufen und verkaufen
Aktuelle Preise der Xbody Geräte neu und gebraucht
XBody baut Geräte für Ganzkörper-EMS – Elektromuskelstimulation, bei der mehrere Muskelgruppen gleichzeitig über Elektroden im Anzug gereizt werden. Hinter der Marke steht die XBody Hungary Ltd. in Ungarn. Das Programm reicht von kabelgebundenen Geräten über eine medizinische Linie bis zu kabellosen Systemen für Gruppen- und Außentraining, dazu Anzüge, Unterwäsche und Stative.
XBody auf einen Blick
Wie der Impuls aussieht
Der Hersteller gibt für das Modell Newave eine symmetrisch bipolare Rechteckwelle von 1 bis 100 Hertz an, in einem Dauer- und einem Burst-Modus. Praktisch heißt das: Du stellst Frequenz und Intensität je Kanal ein, und der Burst-Modus arbeitet mit Impulsgruppen und Pausen statt mit durchlaufendem Reiz.
Das Programm
| Modell | Art | Was bekannt ist |
|---|---|---|
| Newave | kabelgebunden | 10 Kanalregler, 10-Zoll-Touchscreen, Magnetkabel zum Anzug, 130 × 40 cm, 17 kg mit Standardstativ |
| Newave Med | kabelgebunden | Medizinische Linie des Herstellers – Klassifizierung für das konkrete Gerät erfragen |
| Actiwave | kabellos | Hybrides System, auch für Gruppen- und Außentraining |
| XBody PRO | – | Im Produktmenü des Herstellers geführt |
| XBody GO | – | Im Produktmenü des Herstellers geführt |
| Stative | Zubehör | Standard, FlowR, Port und Wall – mit dem FlowR-Stativ lassen sich laut Hersteller drei Kunden gleichzeitig trainieren |
Wichtig in Deutschland: die NiSV
Das ist der Punkt, der bei EMS-Angeboten am häufigsten fehlt und darüber entscheidet, ob du mit einem gebrauchten Gerät arbeiten darfst. Seit Ende 2020 gilt die Verordnung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen. Für gewerbliche EMS-Anwendungen bedeutet das:
- Anzeigepflicht: Der Betrieb eines EMS-Geräts ist der zuständigen Behörde spätestens zwei Wochen vor Inbetriebnahme anzuzeigen.
- Fachkunde EMF: Gewerbliche EMS-Anwendungen darf seit dem 31. Dezember 2021 nur durchführen, wer die Fachkunde nachweisen kann; der Nachweis muss mindestens alle fünf Jahre aufgefrischt werden.
- Gerätebuch: Dokumentiert werden Geräteidentifikation, ordnungsgemäße Installation, Einweisung, Störungen, Prüfungen, Wartungen und die Fristen der sicherheitstechnischen Kontrollen.
- Aufklärung und Dokumentation: Vor jeder Anwendung ist über Wirkungen, Risiken, Gegenanzeigen und Parameter zu informieren; Art der Anwendung, Einstellungen und die Einwilligung sind zu dokumentieren.
Zwei Zahlen, die wir korrigiert haben
Hier stand bisher, die Marke sei „in über 80 Ländern präsent“ und werde „in mehr als 5.000 EMS-Studios“ eingesetzt. Beide Zahlen lassen sich so nicht halten: Der Hersteller nennt auf seinen eigenen Länderseiten unterschiedliche Werte – auf einer 55 Länder, auf einer anderen 86 – und auch die Studiozahl schwankt zwischen „mehr als tausend“ und „2000+“ auf derselben Seite. Wir geben deshalb keine Zahl wieder. Für deine Kaufentscheidung sind sie ohnehin ohne Belang; was zählt, ist der Serviceweg für dein Gerät.
Ebenfalls angepasst: Die frühere Formulierung „medizinisch zertifizierte Geräte“ ist zu pauschal. Es gibt eine Med-Linie, aber eine Risikoklasse nennt der Hersteller auf der Produktseite nicht. Lass dir die Klassifizierung für das konkrete Gerät schriftlich geben, wenn du es in einer Praxis einsetzen willst.
Gebraucht kaufen: worauf du achten solltest
- Rechtslage vor Preis. Wenn du gewerblich trainieren willst, brauchst du Fachkundenachweis, Anzeige bei der Behörde und ein Gerätebuch. Ein günstig gekauftes Gerät hilft nichts, wenn die Voraussetzungen fehlen.
- Anzüge sind der Knackpunkt. Der Anzug ist das Teil mit Körperkontakt und dem höchsten Verschleiß. Prüfe Elektroden einzeln auf Ablösungen, sieh dir Nähte und Verschlüsse an und frag nach Größen, Nutzungsdauer und Reinigung. Rechne Ersatzanzüge in den Preis ein.
- Magnetkabel und Kontakte. Beim kabelgebundenen Newave läuft die Verbindung über ein Magnetkabel. Kabel und Kontakte sind typische Ausfallstellen – lass jedes Kabel einzeln testen, nicht nur eines.
- Software und Touchscreen. Gesteuert wird über einen Touchscreen mit Programmen und Updates. Tippe den Bildschirm in allen Ecken an, fahre alle Programme durch und frag nach Softwarestand und Update-Fähigkeit der Gerätegeneration.
- Bei kabellosen Systemen: Akkus. Beim Actiwave entscheidet die Akkuleistung über die Alltagstauglichkeit. Lass dir Ladezeit und Laufzeit zeigen und frag, wann die Akkus zuletzt getauscht wurden.
- Stativ und Zubehör mitzählen. Standard-, FlowR-, Port- und Wall-Stativ sind Einzelteile. Beim FlowR-Stativ hängt das Gruppenkonzept daran. Lass dir eine Stückliste mit Anzügen, Gurten, Unterwäsche und Ladegeräten geben.
- Med-Linie: Klassifizierung schriftlich. Wenn du ein Gerät der Med-Serie in einer Praxis einsetzen willst, lass dir für genau dieses Gerät die Konformitätserklärung und die Risikoklasse geben. Aus der Modellbezeichnung folgt sie nicht.
Eingeordnet werden XBody-Systeme auf fitnessmarkt.de unter EMS-Geräten; Anzüge und Zubehör laufen unter EMS-Kleidung und EMS-Equipment.
FAQ
Welche XBody-Geräte gibt es?
Kabelgebunden das Newave und die medizinische Linie Newave Med, kabellos das Actiwave als hybrides System auch für Gruppen- und Außentraining; im Produktmenü des Herstellers stehen zusätzlich XBody PRO und XBody GO. Dazu kommen Stative in den Varianten Standard, FlowR, Port und Wall – mit dem FlowR-Stativ lassen sich laut Hersteller drei Kunden gleichzeitig trainieren. Für das Newave gibt der Hersteller 10 Kanalregler, einen 10-Zoll-Touchscreen, Magnetkabel zum Anzug sowie Maße von 130 × 40 cm und 17 kg mit Standardstativ an.
Wie arbeitet die Impulssteuerung?
Der Hersteller gibt für das Newave eine symmetrisch bipolare Rechteckwelle von 1 bis 100 Hertz an, mit einem Dauer- und einem Burst-Modus. Eingestellt werden Frequenz und Intensität über 10 Kanalregler, bedient wird über den Touchscreen. Der Burst-Modus arbeitet mit Impulsgruppen und Pausen statt mit durchlaufendem Reiz. Beim Gebrauchtkauf heißt das: alle Programme einmal durchfahren und jeden Kanal einzeln prüfen, nicht nur einen.
Brauche ich für ein gebrauchtes XBody-System eine Fachkunde?
Für den gewerblichen Einsatz in Deutschland ja. Nach der NiSV darf EMS-Anwendungen seit dem 31. Dezember 2021 nur durchführen, wer die Fachkunde EMF nachweisen kann; der Nachweis ist mindestens alle fünf Jahre aufzufrischen. Dazu kommen die Anzeige bei der zuständigen Behörde spätestens zwei Wochen vor Inbetriebnahme, ein Gerätebuch sowie Aufklärung und Dokumentation jeder Anwendung samt Einwilligung. Für die private Nutzung gelten diese Pflichten nicht. Kläre die Details mit der Behörde in deinem Bundesland, bevor du kaufst.
Was muss ich bei Anzügen, Kabeln und Akkus prüfen?
Der Anzug ist das Teil mit Körperkontakt und dem höchsten Verschleiß: Prüfe die Elektroden einzeln auf Ablösungen, sieh dir Nähte und Verschlüsse an und frag nach Größen, Nutzungsdauer und Reinigung – Ersatzanzüge gehören in die Kalkulation. Beim kabelgebundenen Newave läuft die Verbindung über ein Magnetkabel; Kabel und Kontakte sind typische Ausfallstellen, also jedes Kabel einzeln testen. Beim kabellosen Actiwave entscheidet die Akkuleistung über die Alltagstauglichkeit – Lade- und Laufzeit zeigen lassen und fragen, wann die Akkus zuletzt getauscht wurden.
Ist die Med-Linie ein Medizinprodukt?
Das lässt sich pauschal nicht sagen. Es gibt eine Newave-Med-Linie, aber eine Risikoklasse nennt der Hersteller auf der Produktseite nicht. Wenn du ein Gerät in einer Praxis einsetzen willst, lass dir deshalb für genau dieses Gerät die Konformitätserklärung und die Klassifizierung schriftlich geben – aus der Modellbezeichnung folgt sie nicht. Früher stand auf dieser Seite pauschal von „medizinisch zertifizierten Geräten“; das ist zu unbestimmt und haben wir entsprechend präzisiert.


