Neue und gebrauchte Geräte von gym80 kaufen und verkaufen
gym80 – „King of Machines" aus Gelsenkirchen
gym80 entwickelt und produziert seit 1980 Kraftgeräte in Gelsenkirchen, mitten im Ruhrgebiet. Die Firmierung lautet heute gym80 International GmbH, der Claim „King of Machines" ist in der Branche fest mit der Marke verbunden. Was gym80 von den meisten Wettbewerbern unterscheidet, ist die Fertigung im eigenen Haus: Der Hersteller nennt eine Fertigungstiefe von über 95 Prozent am Standort Gelsenkirchen – Laserschneiden, Schweißen und Pulverbeschichtung laufen dort auf einer 2024 auf 60.000 Quadratmeter erweiterten Produktionsfläche.
Das Sortiment umfasst nach Unternehmensangaben über 550 Produkte und ist in klar getrennte Serien gegliedert. Wichtig für die Einordnung: gym80 ist ein Kraftgerätehersteller. Cardiogeräte gehören nicht zum Programm – wer eine Ausdauerfläche plant, braucht dafür eine zweite Marke.
Die Eigentümergeschichte verlief über mehrere Stationen: 1990 übernahm Wolfgang Tillmann das Unternehmen, 2003 führte Sonja Stromberg die Geschäfte, ab 2006 folgten Aat und Sonja van Winkelhof, 2012 wurde die Produktion digitalisiert und erweitert, seit 2017 ist Simal Yilmaz Inhaber. Zur Eigentümerstruktur: Am 3. September 2020 gab die RSG Group bekannt, 35 Prozent an gym80 übernommen zu haben – Simal Yilmaz blieb Geschäftsführer. Die RSG Group ist die Gruppe hinter McFIT, John Reed und Gold’s Gym; Geräte aus diesen Studioflächen tauchen entsprechend häufig auf dem Gebrauchtmarkt auf. International ging es danach weiter mit dem Markteintritt in den USA, 2023 einer eigenen Gesellschaft für den Nahen Osten sowie dem Schritt nach Korea. Heute nennt das Unternehmen rund 350 Mitarbeitende und Geräte im Einsatz in über 70 Ländern.
Die Serien im Überblick
PURE KRAFT STRONG und der Load Drop Mechanismus
Die interessanteste technische Eigenheit im gym80-Programm steckt in der Unterserie PURE KRAFT STRONG. Sie arbeitet mit einem patentierten Load Drop Mechanismus, der das Gewicht während der Übung automatisch um etwa 30 Prozent reduziert. Der Nutzen liegt im Intensitätstraining: Wer bis zum Muskelversagen arbeitet, kann nach dem Abwurf ohne Umstecken und ohne Trainingspartner weitere Wiederholungen anschließen – das, was im Freihantelbereich nur mit Hilfe funktioniert.
Mehr zum Prinzip und zu den Geräten dieser Serie steht im Magazinbeitrag gym80 Pure Kraft Strong Maschinen – eine perfekte Symbiose aus Hantel- und Gerätetraining.
Warum gym80 auf dem Gebrauchtmarkt so präsent ist
Auffällig an den Angeboten unter dieser Marke: Es sind selten Einzelgeräte, sondern häufig komplette Geräteparks – 20, 27 oder 50 Maschinen in einem Paket, meist aus der SYGNUM-Serie. Das hat mit der Bauweise zu tun. Rahmen aus schwerem Stahl mit dicker Pulverbeschichtung überleben mehrere Studiogenerationen, und weil die Geräte mechanisch und nicht elektronisch aufgebaut sind, veraltet an ihnen technisch fast nichts.
Daraus hat sich ein eigener Markt entwickelt: Aufbereiter kaufen Parks aus Studioauflösungen, sandstrahlen die Rahmen, beziehen die Polster neu und pulverbeschichten in der Wunschfarbe des Käufers. Genau so sind viele Inserate hier formuliert – „aufgearbeitet in Wunschfarbe", „neu lackiert, schwarz". Für Betreiber ist das eine der wenigen Möglichkeiten, eine Fläche optisch einheitlich und trotzdem deutlich unter Neupreis zu bestücken.
Beim Gebrauchtkauf: worauf es ankommt
- Modellnummer notieren – gym80 arbeitet mit vierstelligen Nummern (etwa 3001 Beinstrecker, 4317 Ab Swing). Sie ist der Schlüssel zu Datenblatt, Maßen und Ersatzteilen. Achtung: Die Nummern verteilen sich über mehrere Serien, die Nummer selbst ist aber eindeutig.
- Rahmen und Beschichtung – auf Roststellen an Schweißnähten und Standfüßen achten. Abplatzer lassen sich beim Aufbereiten beheben, durchgerosteter Stahl nicht.
- Seile, Umlenkrollen, Polster – der übliche Verschleißposten. Bei einem Park lohnt es sich, die Kosten für einen kompletten Satz gleich mitzukalkulieren.
- Verstellmechanismen – Sitze, Rückenlehnen und Einstiegshilfen durchfahren; sie müssen leichtgängig und ohne Spiel arbeiten.
- Gewichtsblöcke – Vollständigkeit der Platten, Zustand von Steckbolzen und Führungsstangen prüfen.
- Bei „aufgearbeitet" – konkret nachfragen: sandgestrahlt und neu pulverbeschichtet oder nur überlackiert? Polster neu bezogen oder original? Und welche Zusage gilt schriftlich?
- Transport und Statik – gym80-Geräte sind schwer. Vor dem Kauf Transportweg, Aufzug und Tragfähigkeit des Bodens klären.
Die allgemeine Prüfliste für die Übernahme von Kraftgeräten steht im Praxisguide Gebrauchte Kraftgeräte kaufen: Tipps, Checkliste und Prüfkriterien. Datenblätter, Gebrauchsanweisungen und Garantiebestimmungen veröffentlicht der Hersteller auf gym80.de, die medizinische Linie auf med80.de.
Geräte von gym80 verkaufen
Weil gym80-Geräte so lange im Umlauf bleiben, zählt im Inserat vor allem die Nachvollziehbarkeit: die Modellnummer, die Serie, das Anschaffungsjahr und der Hinweis, ob und wie das Gerät aufgearbeitet wurde. Bei Parks ist eine Geräteliste mit Nummern der wichtigste Anhang – Käufer planen damit direkt ihre Fläche. Fotos von Polstern, Seilzügen und Beschichtung im Detail ersparen den größten Teil der Rückfragen.
FAQ
Welche gym80-Serie passt zu meinem Konzept?
SYGNUM (Steckgewicht) ist die naheliegende Basis für eine klassische Gerätefläche: rund 90 Geräte, unterteilt in Einzelmaschinen, STATIONS, DUAL, CABLE ART und COMBO – damit lässt sich eine komplette Fläche aus einer Serie bestücken. PURE KRAFT (Plate Loaded, rund 65 Maschinen) passt in Freihantel- und Athletikbereiche, weil mit Hantelscheiben beladen wird. 80ATHLETICS und IRON QUBES decken Functional- und Performance-Training ab und sind modular erweiterbar. Für Reha, Prävention und Therapie gibt es die eigene Linie MED80, für Bein- und Gluteustraining die Edition GLUTE KRAFT, für Außenflächen die OUTDOOR-Serie mit neun wetterfesten Geräten. Cardiogeräte gehören nicht zum Programm – dafür braucht es eine zweite Marke.
Was bedeutet „Made in Germany“ bei gym80 konkret?
Bei gym80 ist das keine Herkunftsformel, sondern lässt sich an der Fertigung festmachen. Der Hersteller nennt eine Fertigungstiefe von über 95 Prozent am Standort Gelsenkirchen: Laserschneiden, Schweißen und Pulverbeschichtung laufen im eigenen Haus, auf einer 2024 auf 60.000 Quadratmeter erweiterten Produktionsfläche. Praktisch heißt das kurze Wege bei Sonderfarben und Customizing sowie eine Ersatzteilversorgung, die nicht an einem externen Zulieferer hängt. Für Betreiber ist das vor allem bei älteren Geräten relevant: Wer nach zehn Jahren ein Polster oder eine Umlenkrolle braucht, kann sie über die Modellnummer meist noch beziehen. Das Unternehmen produziert seit 1980 an diesem Standort und beliefert nach eigenen Angaben über 70 Länder.
Worauf muss ich beim Kauf gebrauchter gym80-Geräte achten?
Zuerst auf die Modellnummer – gym80 nutzt vierstellige Nummern (etwa 3001 Beinstrecker, 4317 Ab Swing), die zu Datenblatt, Maßen und Ersatzteilen führen. Die Nummern verteilen sich über mehrere Serien, die Nummer selbst ist aber eindeutig. Weiter: Rahmen und Schweißnähte auf Roststellen prüfen (Abplatzer sind beim Aufbereiten lösbar, durchgerosteter Stahl nicht), Seile, Umlenkrollen und Polster als Verschleißposten einkalkulieren, Sitze und Rückenlehnen durchfahren, Gewichtsblöcke auf Vollständigkeit kontrollieren. Bei Angeboten mit dem Zusatz „aufgearbeitet“ konkret nachfragen: sandgestrahlt und neu pulverbeschichtet oder nur überlackiert, Polster neu bezogen oder original, und welche Zusage schriftlich gilt. Und weil die Geräte schwer sind: Transportweg, Aufzug und Tragfähigkeit des Bodens vorab klären.
Lassen sich gym80-Geräte digital anbinden?
Nicht über die Geräte selbst. gym80 baut mechanische Kraftgeräte – Konsolen, Chipkarten- oder Transpondersysteme gehören nicht zum Programm der Serien SYGNUM, PURE KRAFT, 80ATHLETICS und OUTDOOR. Das ist kein Nachteil, sondern die Kehrseite der Langlebigkeit: An einem rein mechanischen Gerät veraltet technisch nichts, und es gibt kein Display, das nach acht Jahren keine Updates mehr bekommt.
Wer Trainingsdaten erfassen will, arbeitet deshalb mit Nachrüstsystemen von Drittanbietern, die an vorhandene Maschinen montiert werden und Wiederholungen, Gewicht und Bewegungsbahn aufnehmen. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt der Beitrag EGYM kooperiert mit Trackbar: Nachträgliche Digitalisierung analoger Kraftgeräte. Für die Trainingsplanung selbst laufen gym80-Geräte in jeder Studiosoftware als normale Übungseinträge mit.
Welche gym80-Geräte passen zu Athletik- und Performance-Flächen?
Vor allem die PURE KRAFT Serie mit rund 65 Plate-Loaded-Maschinen: beladen mit Hantelscheiben, geführte Bewegung, Freihantel-Gefühl. Darin steckt die Unterserie PURE KRAFT STRONG mit patentiertem Load Drop Mechanismus, der das Gewicht während der Übung automatisch um etwa 30 Prozent reduziert – damit lassen sich Intensitätssätze bis zum Muskelversagen ohne Umstecken und ohne Trainingspartner fortsetzen. Dazu kommen Geräte wie Leverage Squat, Hackenschmidt, 45-Grad-Beinpresse und die 3D Leg Machine.
Für freieres Training ergänzen 80ATHLETICS und die modularen IRON QUBES das Bild – Barbell Rotation Station, Sissy Squat, Glute Booster Rack und ähnliche Stationen. Und weil die Fläche komplett werden muss: Bänke, Stangen, Gewichtsscheiben und Ablagesysteme liefert gym80 unter Accessories & Essentials aus demselben Haus.





