Skiergometer gebraucht und neu kaufen und verkaufen
Skiergometer: Der Zug kommt von oben
Das Skiergometer bildet den Doppelstockschub aus dem Skilanglauf nach: Du greifst zwei Griffe über Kopfhöhe und ziehst sie am Körper vorbei nach unten. Die Kraft kommt dabei nicht aus den Armen, sondern aus dem Rumpf – die Hüfte beugt sich, der Rücken arbeitet, die Beine federn mit. Das macht die Bewegung ungewohnt und erklärt, warum ein Skiergometer in den ersten Minuten anstrengender wirkt, als es aussieht.
Für den Kauf sind zwei Dinge entscheidend, und beide haben mit dem Raum zu tun: wie das Gerät befestigt wird und wie viel Höhe darüber frei bleibt.
Der Widerstand regelt sich selbst
Praktisch alle Skiergometer arbeiten mit einem Windrad. Du ziehst, das Rad dreht sich, die Luft bremst es ab – und weil der Luftwiderstand überproportional mit der Geschwindigkeit wächst, stellt sich die Belastung von selbst auf den ein, der gerade davorsteht. Es gibt also nichts einzustellen, und ein einzelnes Gerät passt gleichermaßen für einen Einsteiger und für einen Leistungssportler.
Die Klappe am Gehäuse ist auch hier kein Widerstandsregler. Sie ändert, wie viel Luft an das Windrad kommt und damit, wie schnell es zwischen zwei Zügen abbremst – vergleichbar mit einem Gang. Schwerer wird es nur, wenn du kräftiger ziehst.
Wandmontage oder Standfuß?
Das ist die Entscheidung, die beim Skiergometer am meisten Folgen hat, und sie wird in Inseraten oft nur nebenbei erwähnt.
- Wandmontage. Braucht fast keine Grundfläche, dafür eine tragfähige Wand und passende Dübel. Bei Leichtbau- oder Trockenbauwänden geht das nur mit einer Unterkonstruktion. Der Platz ist dann fest vergeben.
- Standfuß. Das Gerät steht frei und lässt sich umstellen, braucht aber eine Stellfläche und ist kopflastig – der Fuß muss zum Gerät gehören und fest sitzen. Achte beim Kauf darauf, ob er überhaupt dabei ist: Häufig ist er ein separates Zubehörteil.
In beiden Fällen gilt: Über dem Gerät muss genug Platz bleiben. Die Griffe werden über Kopfhöhe gegriffen, und wer groß ist, braucht entsprechend mehr. Miss die Raumhöhe am vorgesehenen Platz, bevor du zusagst.
Was die Norm sagt
Anders als Laufband, Rudergerät, Ergometer oder Stepper hat das Skiergometer keinen eigenen Teil in der Normenreihe EN ISO 20957. Maßgeblich ist deshalb Teil 1 mit den allgemeinen Anforderungen – und vor allem mit der Einteilung in Klassen: Klasse H für den Hausgebrauch, Klasse S und I für den gewerblichen Einsatz.
Praktisch heißt das: Die Klassenangabe auf dem Typenschild ist hier die einzige Auskunft darüber, wofür das Gerät gebaut wurde. Wer einen Kursraum oder eine Functional-Fläche ausstattet, sollte sie nicht übergehen. Zum Nutzergewicht gilt dasselbe, auch wenn es bei diesen Geräten seltener zum Thema wird als bei Laufbändern.
Worauf es am Gerät ankommt
- Zugseile und Rückholung. Die beiden Seile oder Gurte laufen bei jedem Zug über Umlenkrollen und werden von einem Gummizug zurückgeholt. Das ist das Verschleißteil Nummer eins. Beide Seiten müssen gleich schnell und vollständig zurücklaufen.
- Griffe. Sie müssen auch mit feuchten Händen sicher liegen. Abgegriffene oder harte Griffe sind günstig zu ersetzen, gehören aber in die Preisverhandlung.
- Höhenverstellung. Wo die Seile aus dem Gehäuse kommen, lässt sich bei vielen Geräten anpassen. Für gemischte Nutzergruppen ist das wichtiger, als es klingt.
- Konsole. Zeit, Distanz, Züge pro Minute und eine Tempoangabe reichen. Prüfe, ob sie mit Batterien läuft – bei Geräten ohne Netzanschluss ist das die Regel.
- Geräusch. Ein Windrad ist hörbar, auf jedem Gerät dieser Bauart. In Räumen, in denen nebenan behandelt oder beraten wird, ist das ein Kriterium.
- Montagematerial. Bei Wandgeräten gehört die Halterung dazu. Fehlt sie, wird der vermeintlich günstige Kauf schnell teurer.
Neu oder gebraucht?
Auf fitnessmarkt.de stehen beide Wege offen. Welcher passt, hängt weniger vom Gerät ab als davon, was dir wichtiger ist.
| Neu | Gebraucht | |
|---|---|---|
| Preis | Listenpreis, dafür kalkulierbar | Deutlich darunter, abhängig vom Zustand |
| Gewährleistung | Volle Herstellergarantie | Je nach Verkäufer; beim Händler oft mit Gewährleistung, privat ohne |
| Zubehör | Standfuß oder Wandhalterung lassen sich mitbestellen | Nachfragen, was dabei ist – hier entsteht der häufigste Ärger |
| Transport | Als Leistung buchbar | Handlich im Vergleich zu anderen Ausdauergeräten |
| Verfügbarkeit | Lieferzeit möglich | Sofort, aber nur was gerade angeboten wird |
| Zustand | Bekannt | Vor allem Seile und Rückholung prüfen |
Gebraucht: was du zusätzlich prüfst
- Zieh zwanzig Mal. Beide Seile müssen gleich laufen und vollständig zurückkehren. Eine Seite, die hängt oder langsamer zurückkommt, bedeutet einen müden Gummizug oder eine schwergängige Umlenkrolle.
- Seile ansehen. Aufgeraute Stellen oder ausgefranste Enden sind ein Austauschfall. Das ist meist günstig, sollte aber vorher klar sein.
- Windrad auslaufen lassen. Nach dem Zug soll es leise und lange auslaufen. Mahlen oder Schleifen deutet auf Lager hin.
- Klappe bewegen. Sie muss sich leicht verstellen lassen und in jeder Stellung bleiben.
- Konsole. Alle Werte durchschalten, auf fehlende Segmente achten, nach dem Batteriefach sehen.
- Halterung oder Standfuß. Ausdrücklich nachfragen, ob sie mit dabei sind, und ob Schrauben und Dübel noch vorhanden sind.
Skiergometer verkaufen
Skiergometer lassen sich gut weiterverkaufen, weil sie handlich sind und in Functional-Bereichen gefragt. Was ein Inserat schneller macht: die Modellbezeichnung, ein Foto von Seilen und Griffen, die klare Angabe, ob Wandhalterung oder Standfuß mitgehen, und ob beides vollständig mit Schrauben vorliegt. Genau danach fragt sonst jeder Interessent einzeln.
Verwandte Kategorien
- Rudergerät – gleiches Prinzip, Zug waagerecht statt von oben
- Oberkörperergometer / Handergometer – Oberkörpertraining im Sitzen
- Ergometer – wenn eine geregelte Wattvorgabe gebraucht wird
- Cardiogeräte – die Übersicht über alle Ausdauergeräte
FAQ
Warum arbeiten Skiergometer meist mit Luftwiderstand?
Verbreitet ist bei Skiergometern der Luftwiderstand, und das hat einen praktischen Grund: Er wächst überproportional mit der Zuggeschwindigkeit. Das Gerät stellt sich damit von allein auf den ein, der gerade davorsteht – dasselbe Gerät passt für einen Einsteiger und für einen Leistungssportler, ohne dass etwas umgestellt werden muss. Gerade im Studio- und Kursbetrieb ist das ein Vorteil, weil nichts falsch eingestellt sein kann.
Die Klappe am Gehäuse wird oft für einen Widerstandsregler gehalten. Sie ist keiner: Sie bestimmt, wie viel Luft an das Windrad kommt und damit, wie schnell es zwischen zwei Zügen abbremst – eher ein Gang als ein Regler. Schwerer wird das Training nur, wenn du kräftiger ziehst.
Wandmontage oder Standfuß – was passt besser?
Das hängt am Raum, nicht am Training. Die Wandmontage braucht so gut wie keine Grundfläche, dafür eine tragfähige Wand: In Beton oder Vollziegel ist das unproblematisch, bei Leichtbau- und Trockenbauwänden braucht es eine Unterkonstruktion. Der Platz ist danach fest vergeben.
Ein Standfuß macht das Gerät beweglich, kostet aber Stellfläche, und das Gerät ist kopflastig – der Fuß muss zum Modell gehören und fest stehen. Wichtig beim Kauf, vor allem gebraucht: Bei vielen Geräten ist der Standfuß ein eigenes Zubehörteil und nicht automatisch dabei. Frag ausdrücklich nach, ob Fuß oder Wandhalterung samt Schrauben mitkommen. In beiden Fällen gilt: über dem Gerät muss genug Höhe frei bleiben, weil die Griffe über Kopfhöhe gegriffen werden.
Wie unterscheidet sich das Training vom Rudergerät?
Technisch sind sich beide sehr ähnlich: Windrad, Zugseil, Konsole, Widerstand, der mit dem Tempo von selbst steigt. Der Unterschied liegt in der Richtung und damit in der Haltung. Auf dem Rudergerät sitzt du, der Zug geht waagerecht nach hinten, und die Beine liefern den größten Teil der Arbeit. Am Skiergometer stehst du, der Zug geht von oben am Körper vorbei nach unten, geführt aus Rumpf und Rücken; die Beine federn mit.
Praktisch heißt das: Das Skiergometer braucht weniger Grundfläche, dafür Wand oder Standfuß und freie Höhe darüber. Das Rudergerät braucht Länge und zusätzlich Platz hinter dem Gerät. Welches das bessere Training ist, hängt davon ab, wie intensiv darauf gearbeitet wird – nicht vom Gerät.
Was prüfe ich bei einem gebrauchten Skiergometer?
Zieh zwanzig Mal, dann weißt du das Meiste. Beide Seile müssen gleich laufen und vollständig zurückkehren; eine Seite, die hängt oder langsamer zurückkommt, bedeutet einen müden Gummizug oder eine schwergängige Umlenkrolle. Sieh dir anschließend die Seile selbst an: aufgeraute Stellen oder ausgefranste Enden sind ein Austauschfall, meist günstig, aber es sollte vorher klar sein.
Dann das Windrad: Nach dem Zug soll es leise und lange auslaufen, Mahlen deutet auf Lager hin. Die Klappe muss sich leicht verstellen lassen und in ihrer Stellung bleiben. Konsole durchschalten, auf fehlende Segmente achten, nach dem Batteriefach sehen. Und der Punkt, der am häufigsten vergessen wird: ausdrücklich fragen, ob Wandhalterung oder Standfuß dabei sind – samt Schrauben und Dübeln.
Wie viel Platz und welche Raumhöhe braucht ein Skiergometer?
Die Grundfläche ist der kleinste Posten unter den Ausdauergeräten: Vor dem Gerät braucht es nur so viel Raum, dass der Zug bis nach unten durchgeht, und bei Wandmontage entfällt die Stellfläche ganz. Mit Standfuß kommt die Grundfläche des Fußes dazu, und der steht über.
Die Höhe ist der kritische Wert. Die Griffe werden über Kopfhöhe gegriffen, also rechnest du mit der Körpergröße des größten Nutzers plus dem gestreckten Arm – und misst die Raumhöhe am vorgesehenen Platz, bei abgehängten Decken unter der tiefsten Leuchte. Bei Wandmontage bestimmt die Montagehöhe darüber hinaus, ob kleinere Nutzer noch bequem herankommen. Hersteller geben zu beidem Maße an; sie stehen im Datenblatt, nicht immer im Inserat.






