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Eleiko – vom Waffeleisen zur Wettkampfhantel
Eleiko sitzt im schwedischen Halmstad und baute dort ab 1927 elektrische Haushaltsgeräte, vor allem Waffeleisen und Toaster. 1957 schlug der Fabrikleiter Hällström, selbst Gewichtheber, der Geschäftsführerin Frau Johansson vor, eine haltbarere Langhantel zu bauen. Sie entstand aus speziell entwickeltem schwedischem Stahl – und die Rändelung übernahm das Muster der Waffeleisen. Daher das Waffelmuster, das bis heute auf den Stangen sitzt.
Bei der Weltmeisterschaft 1963 in Stockholm war die Eleiko-Stange die erste, die einen kompletten Wettkampf ohne Bruch überstand – das begründete den Ruf der Marke. 1969 war Eleiko das erste Unternehmen mit einer Zertifizierung des Weltverbands IWF, in den 1980er-Jahren kam das Powerlifting dazu, mit dem Status als offizieller Ausrüster der IPF. Heute gehört das Unternehmen Gunnila Blomberg, Geschäftsführer ist Erik Blomberg.
Was die Markierungen auf der Stange bedeuten
Eine Langhantel verrät über den Abstand ihrer Rändelringe, für welchen Sport sie gebaut wurde. Das ist beim Gebrauchtkauf die schnellste Einordnung.
- 910 mm zwischen den Rändelringen: Gewichtheben nach IWF-Vorgabe
- 810 mm: Powerlifting nach IPF-Vorgabe
- Mittelrändelung: hilft beim Kniebeugen, weil die Stange auf dem Rücken nicht rutscht – kann bei hohen Wiederholungszahlen aber am Brustbein scheuern
- Eleiko unterscheidet die Rändelungen nach Tiefe und Profil: 1.0 Standard (vulkanförmig, hohes Volumen), 1.2 Training und 1.2 Competition (pyramidenförmig, Gewichtheben) sowie 1.5 Power (tief, maximaler Grip im Powerlifting)
Was Eleiko sonst noch baut
Längst nicht mehr nur Stangen. Zum Programm gehören Hantelscheiben, Kurzhanteln und Kettlebells, Hebebühnen und Plattformen, Wettkampfzubehör, Racks und Rigs, Bänke, Aufbewahrung sowie das modulare Kraftsystem Prestera und die lärmdämmenden SVR-Plattformen.
Weitere Geräte dieser Art findest du in den Kategorien Hanteln, Racks und Hantelbank.
Gebrauchte Eleiko-Ausrüstung kaufen: die Checkliste
- Stange drehen lassen: Die Hülsen müssen gleichmäßig und ohne Rucken laufen – das ist der wichtigste Punkt überhaupt
- Schaft auf einer ebenen Fläche rollen lassen und von der Seite peilen: Ein Schlag oder eine Biegung ist ein Ausschlusskriterium
- Rändelung prüfen: abgegriffene, glänzende Stellen in der Mitte der Griffzonen zeigen hohe Nutzung
- Beschichtung ansehen: Chrom blättert an den Hülsen zuerst ab, Rostnarben im Schaft bleiben dauerhaft
- Markierungen nachmessen – 910 oder 810 mm sagen dir, wofür die Stange gedacht ist
- Bei Wettkampfscheiben die Gewichtstoleranz und den Zustand des Gummimantels prüfen, Risse am Innenring sind typisch
- Bei Bumper Plates auf ausgeschlagene Mittelbüchsen achten
- Racks und Rigs: Schweißnähte, Lochraster und Sicherheitsablagen kontrollieren, Vollständigkeit der Bolzen abgleichen
- Bei Plattformen Holzzustand und Gummiauflagen ansehen, besonders in der Aufprallzone
- Seriennummer notieren – bei Wettkampfgerät ist die Zertifizierung an das konkrete Produkt gebunden
FAQ
Warum haben Eleiko-Stangen ein Waffelmuster?
Weil das Unternehmen ursprünglich Waffeleisen gebaut hat. Eleiko stellte ab 1927 in Halmstad elektrische Haushaltsgeräte her. 1957 schlug der Fabrikleiter Hällström, selbst Gewichtheber, eine haltbarere Langhantel vor – und für die Rändelung wurde das Muster der Waffeleisen übernommen. Es ist bis heute das Erkennungszeichen der Marke geblieben.
Was bedeuten die Ringe auf der Stange?
Sie markieren die Griffweite und verraten, für welchen Sport die Stange gebaut wurde. 910 Millimeter zwischen den Rändelringen entsprechen der Vorgabe des Gewichtheberverbands IWF, 810 Millimeter der des Powerlifting-Verbands IPF. Dazu kommt die Mittelrändelung: Sie hält die Stange beim Kniebeugen auf dem Rücken, kann bei hohen Wiederholungszahlen aber am Brustbein scheuern. Miss die Ringe beim Gebrauchtkauf einfach nach.
Seit wann ist Eleiko im Gewichtheben zu Hause?
Der Durchbruch kam bei der Weltmeisterschaft 1963 in Stockholm: Die Eleiko-Stange war die erste, die einen kompletten Wettkampf ohne Bruch überstand. 1969 war das Unternehmen das erste mit einer Zertifizierung des Weltverbands IWF. In den 1980er-Jahren kam das Powerlifting dazu, mit dem Status als offizieller Ausrüster der IPF. Heute gehört Eleiko Gunnila Blomberg, Geschäftsführer ist Erik Blomberg.
Welche Rändelungen gibt es?
Eleiko unterscheidet vier Profile. Die 1.0 Standard ist vulkanförmig und auf hohes Trainingsvolumen ausgelegt. Die 1.2 Training und die 1.2 Competition sind pyramidenförmig, Letztere schärfer, beide fürs Gewichtheben. Die 1.5 Power ist eine tiefe vulkanförmige Rändelung für maximalen Grip im Powerlifting. Welche auf einer gebrauchten Stange sitzt, erkennst du am besten im direkten Vergleich – und daran, wie stark sie bereits abgegriffen ist.
Worauf achte ich beim Gebrauchtkauf?
Bei der Stange zuerst auf die Rotation: Die Hülsen müssen gleichmäßig und ohne Rucken laufen. Dann den Schaft auf einer ebenen Fläche rollen lassen und von der Seite peilen – ein Schlag oder eine Biegung ist ein Ausschlusskriterium. Sieh dir die Rändelung auf abgegriffene Stellen und die Beschichtung auf Rostnarben an. Bei Wettkampfscheiben prüfst du Gewichtstoleranz und Gummimantel, bei Bumper Plates die Mittelbüchsen. Notier außerdem die Seriennummer, denn eine Zertifizierung hängt am konkreten Produkt.